Walter Püttner (1871-1953)


Walter Püttner (1871-1953)


Verkauft

 

 

TITEL  Dame vor grünem Hintergrund

TECHNIK  Öl / Leinwand / Holz

SIGNATUR  "W. Püttner 07" unten links

ENTSTEHUNGSJAHR  1907

GRÖSSE (H x B)  40,5 x 39 cm

RAHMEN  Gepflegter, historischer Holzrahmen aus der Zeit.

ZUSTAND  Guter Gesamtzustand. Stellenweise mit leichtem Craquelé.

 

KUNSTWERK

Dargestellt ist eine sitzende Dame in weißer Bluse und hochgesteckter Frisur mit einem dem Maler zugewandtem Kopf. Motiv und Art der Ausführung entsprechen dem für die Künstergruppe "Scholle" typischen Stil.

 

KÜNSTLER

Walter Püttner (* 9. Oktober 1871 in Leipzig; † 10. Februar 1953 auf Schloss Maxlrain bei Bad Aibling). Schon 1873 verlegte die Familie Püttner ihren Wohnsitz nach München. Dem Vater Richard Püttner, einem bekannten Maler, bot diese Kunststadt mannigfaltige Reize, und sie sollte auch später dem Sohn ein breites Bestätigungsfeld eröffnen. Walter Püttner studierte zunächst bei seinem Vater, später dann an der Münchner Kunstakademie bei den Professoren Höcker, Löfftz und Herterich. Nach der Akademiezeit beschäftigte er sich von 1897 ausschließlich mit Illustrationen -u.a. für die Zeitschrift "Jugend", für die er bis 1916 tätig war-, Plakaten und Reklamezeichnungen. Die Anerkennung seines ersten Bildes "Ballade" auf der Jahresausstellung im Münchner Glaspalast im Jahre 1900, an der sich mit ihm die Illustratoren der "Jugend" unter dem Titel "Jugendtreff" beteiligten, war für ihn der auslösende Moment, sich ganz der Malerei zu widmen. Es folgten zwei Jahre Aufenthalt in Italien, in denen er sich vorwiegend mit den alten Meistern auseinandersetzte. Püttner wurde von den verschiedenen Kunstbewegungen seiner Zeit sehr beeinflusst; somit ist sein Oeuvre in verschiedene Entwicklungsstufen einzuteilen, bis hin zu seinem eigensten Malstil. In seiner Frühperiode fühlte er sich besonders zum Leiblkreis, vor allem zu Wilhelm Trübner, hingezogen. Man erkennt Püttners aehnliches Aneinanderfügen von Farbflächen und damit das Verdrängen des Liniaments. Püttners Stilllebenbegabung wurde bereits zu dieser Zeit auf gleiche Ebene mit der Trübners oder Schuchs gestellt. Vor allem war Püttner ein Meister der Farbe, die er gezielt einzusetzen vermochte. Zu Recht wurde einst bei der Betrachtung eines seiner impressionistischen Bilder geurteilt: "Wir haben kein Gemälde vor uns, sondern einen temperamentvollen Gefühlsausbruch." 1903 schloss sich Püttner der Künstlervereinigung "Scholle" an, der u.a. Leo Putz und Fritz Erler angehörten. 1905 erhielt er die kleine Goldmedaille in München. Die Zeit der "Scholle" war für ihn durchaus eine Restaurationsperiode "nach den revolutionären Zuckungen des Impressionismus". Die Malerei benahm sich schmückend im kunstgewerblichen Sinne und zugleich illustrativ. Maßgebend wurde nun das Gegenständliche und das Motiv. Püttners Bildthemen beherrschten vor allem Tänzerinnen, Musikanten, Spielzeug- und Blumenstillleben, Interieurs, spielende Kinder und Straßenzüge. Seine Werke waren vor allen Dingen wegen der fesselnden Farberscheinungen und der prickelnden Bizarrerie ihrer Zusammenstellung geschätzt. Püttner erhielt schließlich den Professorentitel und lehrte an der Münchner Damenakademie. Zeugnis seines Schaffens bildet auch eine Freskoarbeit im Schwurgerichtssaal des Münchner Justizpalastes, die er in Zusammenarbeit mit Angelo Jank und Adolf Münzer schuf. Viele seiner Werke befinden sich heute in Museen und Galerien in Deutschland. Seinen Lebensabend verbrachte er mit seiner Frau, der Malerin Pauline Eigner, die er 1910 geheiratet hatte, im Schloss Maxlrain, wo er 81-jähring an einem Schlaganfall starb.

 

MUSEEN  UND SAMMLUNGEN

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München, Bayerische Staatsgemäldesammlung: Soldaten, Stilleben mit Krebs, Selbstbildnis,
München, 
Münchner Stadtmuseum: Marienplatz
München, Städtische Galerie im Lenbachhaus: Selbstbildnis, Einquartierung in Pommern
München, 
Staatliche Graphische Sammlung München
München, 
Freskoarbeiten im Schwurgerichtssaal des Münchner Justizpalastes
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