Victor Tuxhorn (1892-1964)


Victor Tuxhorn (1892-1964)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Ruhender Löwe

TECHNIK  Aquarell / Bleistift / Malkarton

SIGNATUR  "Victor Tuxhorn" in Bleistift oben rechts

ENTSTEHUNGSJAHR  um 1922

GRÖSSE  (H x B)  27 x 36 cm

RAHMEN  Galerierahmen mit säurefreiem Passepartout

ZUSTAND  Sehr guter Zustand

PROVENIENZ  Privatbesitz; Künstlernachlass

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

Aquarell, signiert "Victor Tuxhorn".

Das äußerst seltene Aquarell "Ruhender Löwe" schuf Victor Tuxhorn in seiner Studienzeit an der Dresdner Kunstakademie (1921-1923). Das Blatt beeindruckt durch die kräftigen Farbtöne Braun, Gelb, Grün und Blau. Der dargestellte Löwe liegt entspannt vor einem dunklen Hintergrund und blickt interessiert nach links an dem Betrachter vorbei. Rechts werden die eingrenzenden Gitterstäben und die dahinter liegende Freiheit angedeutet. 

"In den Jahren um 1920 erreicht Tuxhorns grafisches und malerisches Werk einen Höhepunkt. ...Tuxhorn wird Meisterschüler bei Richard Dreher. Beteiligungen an Ausstellungen in Dresden oder Kontakte zu dortigen Galeristen sind nicht belegt. Es sind nur einige Werke aus dieser Zeit bekannt, darunter vor allem Aktzeichnungen, entstanden in den Zeichensälen der Akademie, und Porträtstudien sowie einige Darstellungen von Tieren aus dem Dresdner Zoo." (aus: Victor Tuxhorn, Expressionismus und Gefühl, S. 30, David Riedel, Kunsthaus Rietberg).

Auch von anderen Künstlern (u.a. P.A. Böckstiegel) existieren aus ihrer Dresdner Studienzeit Darstellungen der Tierwelt aus dem Zoo. Diese Zeichnungen, Aquarelle, etc. gehörten zur damaligen Ausbildung der Kunststudenten. 

 

KÜNSTLER

Victor Tuxhorn (* 26. März 1892 in Bielefeld; † 28. Juni 1964 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler.

Nach dem Besuch der Mittelschule begann Tuxhorn eine Lehre in der Malerwerkstatt Milberg und Pauly. Von 1909 bis 1914 studierte er Malerei und Grafik bei Ludwig Godewols und Karl Muggly an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld. Im November 1909 gründete er zusammen mit u.a. Peter August Böckstiegel, Ernst Sagewka, Erich Lossie und Heinz Leverenz die Künstlergruppe „Rote Erde“, die bis 1933 bestand. Während des Ersten Weltkriegs leistete er Kriegsdienst und fertigte Armeezeichnungen für Publikationen wie „Aus Sundgau und Wasgenland“ und „Vogesenwacht“ an.

Von 1921 bis 1923 studierte Tuxhorn bei Otto Gußmann, Oskar Kokoschka und Robert Sterl an der Kunstakademie Dresden, wo er schließlich Meisterschüler bei Richard Dreher wurde. Anschließend war er als freischaffender Künstler in Bielefeld tätig. Studienaufenthalte führten in auf die Nordsee-Halligen, in die Niederlande, nach Sizilien und in die Schweiz.

Tuxhorn wandelte sich vom Jugendstil kommend zum gemäßigten Expressionisten. Seine Werke fanden in Westfalen weite Verbreitung.

 

AUSSTELLUNGEN

- „Positionen der Klassischen Moderne aus der Sammlung Bunte“, August Macke Haus Bonn, 2009 Kunstmuseum Bayreuth 2009, Kunsthaus Apolda 2010
- „Westfälische Expressionisten aus privaten Sammlungen“, Peter-August-Böckstiegel-Haus Arrode, 2013
- „Das Glück in der Kunst - Expressionismus und Abstraktion um 1914“, Kunsthalle Bielefeld, 2014
- „Victor Tuxhorn (1892–1964) - ein Kunstmaler und sein Schildesche“, Volksbank Bielefeld-Gütersloh 2014
- "Victor Tuxhorn - Expressionismus und Gefühl", Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch, 2016

 

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