Heinz Lewerenz (1890-1939)


Heinz Lewerenz (1890-1939)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Paar mit Kind

TECHNIK  Tusche / Papier / Karton

SIGNATUR "Heinz Lewerenz 1910" links unten

ENTSTEHUNGSJAHR  1910

GRÖSSE (H x B)  15,7 x 10,4 cm

RAHMEN  Moderner Galerierahmen mit säurefreiem Passepartout

ZUSTAND  Sehr gut erhalten

PROVENIENZ  Privatsammlung NRW; Künstlernachlass

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

Tuschezeichnung auf braunem Papier, montiert auf Karton, signiert und datiert "Heinz Lewerenz 1910".

Ein sehr seltenes, frühes Werk von Heinz Lewerenz aus seiner Zeit in der Klasse von Ludwig Godewols an der Kunstgewerbeschule in Bielefeld. Lewerenz zeigt schon in jungen Jahren seine Fähigkeit mit ein paar spontanen Strichen Dynamik und räumliche Bewegung bildnerisch darzustellen.

Eine Photographie von Schülern der Kunstgewerbeschule in Bielefeld, das um 1910 aufgenommen wurde und neben Peter-August Böckstiegel, Erich Lossie, Voctor Tuxhorn, Max Westhäuser und Hermann Freudenau auch Heinz Lewerenz zeigt, gilt bisher als sicherster Anhaltspunkt für seinen Eintritt in die Schule in den Jahren 1909/10. Der spontane Strich wurde schließlich zu einem wesentlichen Merkmal im Schaffen von Lewerenz (siehe auch Aquarell "Augustbrücke in Dresden").

 

KÜNSTLER

Heinz Lewerenz (21.9.1890 in Bielefeld; 31.8.1939 in Bad Wiessee) war ein deutscher Expressionist.​

Nach einer kaufmännische Lehre arbeitete Heinz Lewerenz in einem Musterzeichneratelier. Anschliessend besuchte er die Klasse von Godewols an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Bielefeld von 1909 bis 1914. Dort lernte er u.a. Peter August Böckstiegel und Victor Tuxhorn kennen. Heinz Lewerenz wird Mitglied der Künstlergruppe "Rote Erde" in Bielefeld, bevor er von 1914-1918 am 1. Weltkrieg teilnimmt.

Es folgt das Studium an der Kunstakademie in Dresden (Lehrer: Otto Gussmann). 1919 ist Lewerenz Gründungsmitglied der Künstlergemeinschaft "Der Wurf". Ab 1923 wird Lewerenz Leiter der Entwurfsklasse für angewandte Malerei an der Kunstgewerbeschule in Kassel. 1937 werden Werke von Heinz Lewerenz von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und vernichtet.

 

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

  • 1920: Der Wurf, Kunstsalon Heinrich Brinkmann, Bielefeld
  • 1920: Kunstsalon Otto Fischer, Bielefeld
  • 1922: Aktsaal der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld
  • 1981: Hermann Freudenau – Heinz Lewerenz. Kulturhistorisches Museum Bielefeld
  • 2010: Der Westfälische Expressionismus, Kunsthalle Bielefeld
  • 2014: Das Glück in der Kunst – Expressionismus und Abstraktion, Kunsthalle Bielefeld

 

LITERATUR

  • Westfälische Künstler - Hermann Freudenau, Heinz Lewerenz, R. Jörn, Kulturhistorisches Museum Bielefeld 1981
  • Sammlung Bunte – Positionen der Klassischen Moderne, Burkhard Leismann, Kunstmuseum Ahlen 2007, S. 122-123
  • Der westfälische Expressionismus, J. Hülsewig-Johnen, Hirmer Verlag 2010
  • Das Glück in der Kunst. Expressionismus und Abstraktion um 1914. Sammlung Bunte. Hrsg. Jutta Hülsewig-Johnen
    und Henrike Mund, Ausst.-Kat. Kunsthalle Bielefeld, Bielefeld 2014

 

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