Eberhard Viegener (1890-1967)


Eberhard Viegener (1890-1967)


Preis auf Anfrage

 

TITEL  Dorfstraße mit Buchen

TECHNIK  Öl / Holz

SIGNATUR  
Unten links braun signiert und datiert 'Eberhard Viegener 1925', sowie rückseitig mit Bleistift zusätzlich signiert, datiert, betitelt und nummeriert "Dorfstrasse mit Rotbuchen 1925 (2) 6".

ENTSTEHUNGSJAHR  1925

GRÖSSE (H x B)  22,5 x 35,5 cm

RAHMEN  Moderner, weisser Holzrahmen mit goldenem Rand

ZUSTAND  
Gut erhalten. Zartes sehr gleichmäßiges oberflächliches Craquelé, ganz typisch für die frühen Arbeiten von Viegener. Leichte, verdeckte Randbeschädigungen unter dem Rahmen.

PROVENIENZ  Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben, seitdem Familienbesitz Soest

LITERATUR  Tjardes Nr. 99

AUSSTELLUNGEN 
1951 Dortmund Nr. 9, 1965 Recklinghausen Nr. 32, 1967 Lünen Nr. 7;  

Das Werk wird in der folgenden Ausstellungen 2019 gezeigt: "Eberhard, Fritz und Josef Viegener", Gustav-Lübcke-Museum, Hamm.

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden. 

 

KUNSTWERK

Im Oeuvre Viegeners setzt der Stilwandel von Expression zu neusachlicher Gestaltung 1922 ein. Die „Dorfstraße mit Rotbuchen“ ist ein typisches Werk Viegeners aus der Mitte der 20er Jahre im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der Expressionismus der Vorkriegszeit hatte sich gewandelt. Überall war eine Rückkehr zum Gegenständlichen zu verzeichnen. Viegener: "Es wurde mit bewusst, daß ich wie bisher nicht weitermalen könne. Verbanne alle Raserei, laß all die wilden Pinselhiebe weg; ganz sachlich, ganz nüchterne Linien ziehen und dann in die gewonnenen Flächen Farben setzen! Das arrangiert sich von selbst." Vgl. auch die vermutlich erste Bildfassung des Motivs, in: Eberhard Viegener, Ausst. Kat. Münster/Soest 1990 (Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte/Wilhelm-Morgner-Haus, Kat. Nr. 30 "Dorfstrasse mit Buchen" 1924, mit Farbabb.).

 

KÜNSTLER

Eberhard Viegener (* 30. Mai 1890 in Soest; † 4. Mai 1967 in Bilme) war ein deutscher Expressionist und Vertreter der Neuen Sachlichkeit sowie ein Landschaftsmaler.​

Der aus Soest gebürtige Eberhard Viegener ist als Maler und Graphiker ein Autodidakt. Nach einer Malerlehre arbeitet er im väterlichen Betrieb; regelmäßige Besuche des Folkwang-Museums in Hagen, bei denen er die Kunst der Moderne entdeckt, wecken in ihm den Wunsch nach einer eigenen Künstlerkarriere. In Zürich, wo Viegener ab 1912 kurzzeitig als Dekorationsmaler arbeitet, entstehen erste eigene Arbeiten, die Anregungen durch Wilhelm Morgner und Ferdinand Hodler offenbaren. Es folgt eine Phase neo-impressionistischen, pastosen Malstils, abgelöst von einer Hinwendung zum Expressionismus, die sich durch frühe Arbeiten Wassily Kandinskys und Alexej von Jawlenskys inspiriert zeigt. Zur gleichen Zeit setzt das umfangreiche druckgraphische Werk ein, vertrieben durch den Galeristen Alfred Flechtheim, der auch die erste Einzelausstellung Viegeners organisiert. In den 1920er Jahren wendet sich der Künstler der Neuen Sachlichkeit zu und malt vorwiegend Stillleben von kühler Formalisierung. Eine realistisch-naturalistische Malweise kennzeichnet wiederum die Schaffensphase der 1930er Jahre, in der zahlreiche Bilder der heimischen Landschaft Westfalens entstehen, wo Viegener inzwischen zurückgezogen lebt. Gemälde der expressionistischen und neusachlichen Werkphase werden in der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. Am Ende von Viegeners Schaffen steht die Auseinandersetzung mit dem Kubismus und insbesondere dem Werk Robert Delaunays. Stilistisch äußerst vielfältig, spiegelt sich in Viegeners Werk die Entwicklung der Moderne wider, deren verschiedenen Strömungen er eigene Akzente zu verleihen wusste. (Quelle: Wikipedia.de)

 

MUSEEN UND SAMMLUNGEN

Los Angeles County Museum of Art - LACMA, Los Angeles, CA
Museum Folkwang Essen, Essen
Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen
Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
Wilhelm-Morgner-Haus, Soest
Märkisches Museum, Witten
Von der Heydt Museum, Wuppertal

 

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