Victor Tuxhorn (1892-1964)


Victor Tuxhorn (1892-1964)


Verkauft

 

 

TITEL  Lüneburg

TECHNIK  Radierung

SIGNATUR  "Victor Tuxhorn 22" in Bleistift unten rechts

ENTSTEHUNGSJAHR  1922

GRÖSSE  (H x B)  23,5 x 15,8 cm (Platte)

AUFLAGE  30 Abzüge. Hier handelt es sich um Abzug Nr. 22. Ein weiterer Abzug befindet sich in der Sammlung Bunte

RAHMEN  Schöner alter Holzrahmen

ZUSTAND  Sehr guter Zustand

PROVENIENZ  Privatbesitz

 

KUNSTWERK

Radierung, unten in Bleistift "Orig. Radierung  22/30  Lüneburg  Victor Tuxhorn 22".
Verso ein Aufkleber "Victor Tuxhorn (1892-1964) "Lüneburg" Radierung 1921/22 Sammlung: Dettmer /Detmold"

"In den Jahren um 1920 erreicht Tuxhorns grafisches und malerisches Werk einen Höhepunkt. Davon zeugt eindrucksvoll das Gemälde 'Lüneburg'. Entstanden ist es auf einer Reise in den Norden. Tuxhorn fühlt sich in diesem Werk immer noch deutlich dem bei Godewols Erlernten verpflichtet. Er rückt in seiner Darstellung nur wenig vom Realismus ab, obgleich er zur Steigerung der Bildwirkung die Farbe kraftvoll und kontrastreich einsetzt und die Architektur der Johanniskirche mit ihrem mächtigen Turm als klare Formen, summarisch und ganz auf die Bildmitte komponiert, wiedergibt." (aus: Victor Tuxhorn, Expressionismus und Gefühl, Abb. 26-28, David Riedel, Kunsthaus Rietberg). Auf der Basis dieses großen Ölgemäldes erstellte Tuxhorn im Jahr 1922 einen Holzschnitt und die vorliegende Radierung.

 

KÜNSTLER

Victor Tuxhorn (* 26. März 1892 in Bielefeld; † 28. Juni 1964 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler.

Nach dem Besuch der Mittelschule begann Tuxhorn eine Lehre in der Malerwerkstatt Milberg und Pauly. Von 1909 bis 1914 studierte er Malerei und Grafik bei Ludwig Godewols und Karl Muggly an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld. Im November 1909 gründete er zusammen mit u.a. Peter August Böckstiegel, Ernst Sagewka, Erich Lossie und Heinz Leverenz die Künstlergruppe „Rote Erde“, die bis 1933 bestand. Während des Ersten Weltkriegs leistete er Kriegsdienst und fertigte Armeezeichnungen für Publikationen wie „Aus Sundgau und Wasgenland“ und „Vogesenwacht“ an.

Von 1921 bis 1923 studierte Tuxhorn bei Otto Gußmann, Oskar Kokoschka und Robert Sterl an der Kunstakademie Dresden, wo er schließlich Meisterschüler bei Richard Dreher wurde. Anschließend war er als freischaffender Künstler in Bielefeld tätig. Studienaufenthalte führten in auf die Nordsee-Halligen, in die Niederlande, nach Sizilien und in die Schweiz.

Tuxhorn wandelte sich vom Jugendstil kommend zum gemäßigten Expressionisten. Seine Werke fanden in Westfalen weite Verbreitung.

 

AUSSTELLUNGEN

- „Positionen der Klassischen Moderne aus der Sammlung Bunte“, August Macke Haus Bonn, 2009 Kunstmuseum Bayreuth 2009, Kunsthaus Apolda 2010
- „Westfälische Expressionisten aus privaten Sammlungen“, Peter-August-Böckstiegel-Haus Arrode, 2013
- „Das Glück in der Kunst - Expressionismus und Abstraktion um 1914“, Kunsthalle Bielefeld, 2014
- „Victor Tuxhorn (1892–1964) - ein Kunstmaler und sein Schildesche“, Volksbank Bielefeld-Gütersloh 2014
- "Victor Tuxhorn - Expressionismus und Gefühl", Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch, 2016

 

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