Eberhard Viegener (1890-1967), zugeschr.


Eberhard Viegener (1890-1967), zugeschr.

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TITEL  Novembertag

TECHNIK  Öl / Leinwand / Karton

SIGNATUR  unsigniert, verso auf dem Karton "Novembertag Eberh. [?] Viegener Soest 1912"

ENTSTEHUNGSJAHR  1912

GRÖSSE (H x B)  15,3 x 37,5 cm

RAHMEN  Neuer Holzrahmen

ZUSTAND  Restauriert. Altersbedingte Verschmutzungen

PROVENIENZ  Privatsammlung NRW

LITERATUR 
Eberhard Viegener - Der Maler, Bernhard Kerber, Westf. Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn
Eberhard Viegener 1890-1967, Birgit Schulte, Westf. Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn
Anpassung | Überleben | Widerstand - Künstler im Nationalsozialismus, Klaus Kösters, Aschendorff-Verlag
Von Barlach bis Viegener - Die Kunstsammlung des Dichters Hans Franck, Staatl. Museum Schwerin

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

"Novembertag", Öl / Leinwand / Karton, 1912, 15,3 x 37,5 cm, unsigniert, verso bezeichnet "Novembertag Eberh. [?] Viegener Soest 1912". Aufgrund der fehlenden Signatur auf der Vorderseite und der Signatur auf der Rückseite kann das Gemälde Eberhard Viegener nur zugeschrieben werden.

1907 besucht Viegener für ein Jahr die Malerklasse der gewerblichen Fortbildungsschule in Hagen. Im Folkwang-Museum des Karl-Ernst Osthaus entdeckt Viegener die Moderne. "Deutlich sehe ich die Bilder von Marc, Nolde, Rohlfs, Matisse, Gaugin, van Gogh, Delaunay, die Impressionisten und die Abstrakten. ...Hier reifte die Entscheidung, mich der Malerei entgültig zu verschreiben...". Fünf Jahre bleibt Viegener dann noch in Soest. Heimlich bewunderte er Wilhelm Morgner und Wilhelm Wulff, seinen späteren Schwager. Christian Rohlfs schaut er 1905 bei der Arbeit zu. 1912 ist Viegener endlich volljährig. Nun bricht er aus und geht nach Zürich. Die ersten ernsthaften Versuche, sich künstlerisch zu äußern, nahmen dort ihren Anfang. In einer Privatschule nimmt er einige Malstunden. Nach einer kurzen Unterbrechung in Soest, wechselt Viegener von 1913 bis 1914 nach Klosters in Graubünden zu dem Maler Otto Hildebrand. 

Aus diesen ersten künstlerischen Jahren Eberhard Viegeners könnte das kleine, intime  Gemälde "Novembertag" stammen. Es wäre wohl eines der ersten malerischen Werke Viegeners. Das rote Dach eines Bauernhauses ist umgeben von blauen Bäumen. Der Himmel zeigt eine von grau ins hellblaue wechselnde Farbigkeit. Besondere Aufmerksamkeit erregt die gelbe Heuhocke links im Bildvordergrund. 

 

KÜNSTLER

Eberhard Viegener (* 30. Mai 1890 in Soest; † 4. Mai 1967 in Bilme) war ein deutscher Expressionist und Vertreter der Neuen Sachlichkeit sowie ein Landschaftsmaler.​

Der aus Soest gebürtige Eberhard Viegener ist als Maler und Graphiker ein Autodidakt. Nach einer Malerlehre arbeitet er im väterlichen Betrieb; regelmäßige Besuche des Folkwang-Museums in Hagen, bei denen er die Kunst der Moderne entdeckt, wecken in ihm den Wunsch nach einer eigenen Künstlerkarriere. In Zürich, wo Viegener ab 1912 kurzzeitig als Dekorationsmaler arbeitet, entstehen erste eigene Arbeiten, die Anregungen durch Wilhelm Morgner und Ferdinand Hodler offenbaren. Es folgt eine Phase neo-impressionistischen, pastosen Malstils, abgelöst von einer Hinwendung zum Expressionismus, die sich durch frühe Arbeiten Wassily Kandinskys und Alexej von Jawlenskys inspiriert zeigt. Zur gleichen Zeit setzt das umfangreiche druckgraphische Werk ein, vertrieben durch den Galeristen Alfred Flechtheim, der auch die erste Einzelausstellung Viegeners organisiert. In den 1920er Jahren wendet sich der Künstler der Neuen Sachlichkeit zu und malt vorwiegend Stillleben von kühler Formalisierung. Eine realistisch-naturalistische Malweise kennzeichnet wiederum die Schaffensphase der 1930er Jahre, in der zahlreiche Bilder der heimischen Landschaft Westfalens entstehen, wo Viegener inzwischen zurückgezogen lebt. Gemälde der expressionistischen und neusachlichen Werkphase werden in der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. Am Ende von Viegeners Schaffen steht die Auseinandersetzung mit dem Kubismus und insbesondere dem Werk Robert Delaunays. Stilistisch äußerst vielfältig, spiegelt sich in Viegeners Werk die Entwicklung der Moderne wider, deren verschiedenen Strömungen er eigene Akzente zu verleihen wusste. (Quelle: Wikipedia.de)

 

MUSEEN UND SAMMLUNGEN

Los Angeles County Museum of Art - LACMA, Los Angeles, CA
Museum Folkwang Essen, Essen
Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen
Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
Wilhelm-Morgner-Haus, Soest
Märkisches Museum, Witten
Von der Heydt Museum, Wuppertal

 

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