Albert Müller (1884-1953)


Albert Müller (1884-1953)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Stilles Land

TECHNIK  Öl / Karton

SIGNATUR  Unten rechts signiert "ALBERT MUELLER"

ENTSTEHUNGSJAHR  1919

GRÖSSE (H x B) 47 x 32 cm

RAHMEN  Holzrahmen

ZUSTAND  Sehr guter Zustand

PROVENIENZ  Aus der Sammlung des Architekten und Erbauers des Tagblattturms, E. Otto Oßwald (1880 - 1960), Stuttgart. Von ihm in den 1920er Jahren direkt vom Künstler erworben. Seither im Besitz der Familie des Sammlers.

PRÄSENTATION  Das Bild wird zurzeit gerahmt und steht daher noch nicht zur Verfügung

 

KUNSTWERK

"Stilles Land", 1919, Öl / Karton, 47 x 32 cm, in Öl unten rechts signiert und datiert sowie rückseitig signiert und betitelt.

Mit seinen expressiven, farbkräftigen Werken gehört Albert Mueller zu den bedeutendsten Künstlern im Kreis der Stuttgarter Avantgarde um Adolf Hölzel. Das Werk "Stilles Land" zeugt meisterlich von Müllers energiegeladenem Ringen um die Möglichkeiten der Darstellung innerster Kräfte und geistiger Vorgänge, die hier in einer kubistischen Anbetungsszene bildhaften Ausdruck finden. 

 

KÜNSTLER

Albert Mueller (* 1884 in Schwandorf; † 1963 in Bremen) war ein deutscher Grafiker und Maler und wichtiger Vertreter der Stuttgarter Avantgarde im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

1884 in Schwandorf geboren, erhält Albert Mueller seine künstlerische Ausbildung an den Akademien in Stuttgart und München. Besonders in seiner frühen Schaffensperiode, in den Jahren um 1910, setzt sich Mueller experimentell mit der Landschaftsmalerei auseinander, die teils spätimpressionistische, teils romantische Anklänge zeigt, jedoch vom Künstler im Bereich der Farb- und Landschaftskomposition im Sinne der Moderne weiterentwickelt wird. Nur wenige Jahre später, 1914, wird Albert Mueller Meisterschüler bei Adolf Hölzel, dem Protagonisten der Dachauer Schule und einem der wichtigsten Wegbereiter der Abstraktion. Ein wichtiger Einfluss, der sich in den weiteren, expressionistischen Werken Muellers deutlich niederschlägt.

Anfang der 1920er Jahren bedient sich der Künstler zunächst kubistischer Stilelemente, geprägt durch die Arbeiten von Pablo Picasso, mit welchen er spätestens 1922 bei einer Gemeinschaftsausstellung in Düsseldorf in Berührung gekommen ist. Später wendet er sich dem Neuen Realismus, der Neuen Sachlichkeit zu. Seine rhythmisch angeordneten Landschaftsgemälde aus dieser Zeit zeichnen sich durch kompakte, blockhafte Formen aus. Die kubischen Häuser und Hügel werden formal reduziert und nur durch Umrisse gekennzeichnet. Mueller stellt der realen Welt seine fiktiven Welten entgegen, die immer mehr zum Ausdrucksmittel innerer Empfindungen und geistiger Werte werden - wie in dem hier angebotenen Gemälde schön zu sehen ist.

In den 1920er Jahren nimmt Albert Mueller an vielen Ausstellungen des "Stuttgarter Künstlerbundes", der "Novembergruppe", der "Üecht-Gruppe" sowie der "Stuttgarter Sezession" teil. Gleichzeitig erhält er zahlreiche Einzelausstellungen und etabliert sich bei einem nationalen wie auch internationalem Publikum. Ab 1928 ist Albert Mueller als Lehrer der grafischen Abteilung an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart tätig. Mit seinen Werken gehört Albert Mueller zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne im Kreis der Stuttgarter Avantgarde.

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