Paul Kottenkamp (1883-1968)


Paul Kottenkamp (1883-1968)

490,00
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TITEL Hüttenwerk in Hörde

TECHNIK  Radierung / Festes Papier

SIGNATUR  Unten rechts "P. Kottenkamp"

ENTSTEHUNGSJAHR  1917

GRÖSSE  (H x B)  20,5 × 31,7 cm (34,7 x 47,3 cm)

AUFLAGE  Exemplar 80 von 100

PROVENIENZ  Privatbesitz Rheinland

RAHMEN  Schöner Holzrahmen mit säurefreiem Passepartout

ZUSTAND  Guter Gesamteindruck im Sichtbereich. Unter dem Passepartout alte Wasserflecken

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

"Hüttenwerk in Hörde", 1917, Radierung, 20,5 x 31,7 cm (34,7 x 47,3 cm), signiert unten rechts "P. Kottenkamp" und in der Platte unten links (spiegelverkehrt) "P Kottenkamp, Hörde 1917", Exemplar 80 von 100. 

Industriemotive spielen in der deutschen und englischen Malerei eine bahnbrechende Rolle. Als Beispiel dafür gilt Adolf Menzels "Eisenwalzwerk". Eine Faszination für die bizarren Landschaften der modernen Technik und Industrie zeigten viele Künstler in der Zeit. Man sah Zukunft und und einen neuen Stil des sozialen und gesellschaftlichen Lebens in diesen Motiven. Paul Kottenkamp steht mit der Radierung "Stahlwerk" in der besten Tradition eines bürgerlichen Realismus, der von der modernen Technik Großes erwartet. Das Werk in Hörde existierte über 150 Jahre von 1843 bis 1998. Durch die Fusion mit der »Phoenix AG« im Jahre 1906 wurden die Anlagen fortan bekannt unter dem Namen »Phoenix-West« und »Phoenix-Ost« und gehörten zu dieser Zeit zum viertgrößten Industrieunternehmen im Deutschen Reich.

 

KÜNSTLER

Paul Kottenkamp (* 3. September 1883 in Bielefeld; † 19. Januar 1968 in Bielefeld) war ein expressionistischer Maler und Grafiker.

Paul Kottenkamp besuchte zuerst die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf und studierte in den Jahren 1903-1905 und 1906-1911 die Kunstakademie in Düsseldorf. Er war Meisterschüler von Prof. Julius Paul Junghann. Nach dem Studium lebte Paul Kottenkamp in der Nähe von Worpswede. Seine Hauptthemen sind Darstellungen der Alltagsszenen in Bielefeld und die Industrielandschaft des Ruhrgebietes. Auch Tierdarstellungen gehörten zu seinen Bildthemen. 1910 erscheint eine erste Mappe mit 15 Zeichnungen im Verlag Ernst Rumpe. 1914 ist er auf der "Stuttgarter Kunstausstellung" mit seinem Zyklus 'Hochofen' vertreten. Sein Stil entwickelt sich langsam von der impressionistischen Freiluftmalerei hin zum Expressionismus. Diese Entwicklung wird durch die Mitgliedschaft in der Künstlervereinigung "Rote Erde" befördert. Dieser Gruppe gehörte u.a. auch Peter August Böckstiegel an. 1919/20 stellt die Gruppe auch in Hagen aus. Paul Kottenkamp entwickelt sich zu einer wichtigen Figur im Bielefelder Kunstleben. Neben der Zeichnung beherrschte Kottenkamp auch die Radiertechnik und das Aquarellieren meisterhaft.

 

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