Hans Pape (1894-1970)


Hans Pape (1894-1970)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Wiedehopf

TECHNIK  Zeichnung / Papier

SIGNATUR  Signiert und datiert 'H. PAPE 1911' unten rechts

ENTSTEHUNGSJAHR  1911

GRÖSSE (H x B)  48 x 63 cm

RAHMEN  Alter, schwarzer Holzrahmen

ZUSTAND  Sehr gut erhalten

PROVENIENZ  Privatsammlung Westfalen

PRÄSENTATION  Das Kunstwerk kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

"Wiedehopf", 1911, Zeichnung / Papier, 48 x 63 cm, signiert, datiert und bezeichnet "ENTWURF H. PAPE 1911"  und "WIEDEHOPF".

Bei dem Werk "Wiedehopf" von Hans Pape handelt es sich um zwei Zeichnungen, die durch den Künstler auf blauem Karton montiert wurden. Beide Zeichnungen stellen einen Wiedehopf mit Ornamenten im Jugendstil dar. Die Darstellung lässt vermuten, dass Pape die beiden Bilder in der Ausbildung als Entwurf für eine Wandbemalung oder Tapete erstellte. Der dekorative Wiedehopf wird einmal im Detail und ein zweites Mal als Säulenschmuck gezeigt. Die Entwurfszeichnung "Wiedehopf" ist ein sehr frühes Werk des damals erst 17-jährigen Künstlers aus seiner Hamburger Zeit.

 

KÜNSTLER

August Rudolf Hans Pape (* 1. Oktober 1894 in Hamburg; † 30. Dezember 1970 in Münster) war ein deutscher freischaffender Künstler, Kunsthandwerker, Auftragsmaler, Grafiker und Hochschullehrer. Er war Mitglied der Freien Künstlergemeinschaft Schanze.

Hans Pape erhielt seinen ersten Zeichenunterricht in den beiden letzten Gewerbeschuljahren in Hamburg. Nach einer längeren Zeitspanne, die er mit praktischen Übungen verbrachte, begann er eine Ausbildung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Anton Kling. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 musste er an die Westfront und gegen Ende des Krieges wurde er schwer verwundet in einem Lazarettzug von Lille nach München transportiert. Nach seiner Genesung blieb er in München und besuchte die dortige Kunstgewerbeschule, an der ihn Julius Diez unterrichtete. Später schloss er noch Lehreinheiten bei Peter von Halm und Adolf Schinnerer an der Akademie an. 1920 konnte Pape seine ersten Holzschnittfolgen an den ortsansässigen Georg Müller Verlag verkaufen. Diese illustrieren eine Ausgabe von Kleists Michael Kohlhaas, Logans Sinngedichten und Giovanni Fiorentinos Pecorone. Die erstgenannten Bücher erschienen noch 1920, letzterer Titel 1921. Insgesamt war er fünf Jahre in München künstlerisch aktiv und versorgte dabei insbesondere die um die Wiederbelebung der Holzschnitt-Illustrationstechnik bemühten Verlage Georg Müller und Eugen Diederichs (Jena). Aber er fertigte auch Auftragsarbeiten an für Gerhard Stalling (Oldenburg), Drei Masken Verlag (Berlin), Oldenbourg Verlag (München) und Greifenverlag (Rudolstadt). Im Herbst 1925 rief man ihn zwecks Aufbaus einer Grafikklasse nach Münster/Westfalen.

Somit war er von 1925 bis 1960 Professor der Fachklasse für Buchgewerbe und Gebrauchsgrafik im Fachbereich Design der Werkkunstschule Münster und ging – trotz geringerer Zeit für eigene Arbeiten – in seiner Funktion als Ausbilder des Nachwuchses auf. Einer seiner Schüler war Waldemar Mallek. Ab 1925 war er Mitglied der Freien Künstlergemeinschaft Schanze. Während des Nationalsozialismus wurden drei seiner Werke als „Entartete Kunst“ beschlagnahmt.

Neben Buchillustrationen (Umschläge und Vignetten inbegriffen) kreierte Hans Pape auch Zeitschriftenköpfe, Stempel, Verbrauchsgüteretiketten (Wein, Schnaps usw.), Wappen, Exlibris, Mitgliedsausweise, und Gruß- sowie Informationskarten.

Die Feinheit seiner Ausführungen werde in seinen Holzschnittinitialien deutlich, schrieb Eberhard Hölscher, denn in dem engen Raum von 14 Quadratzentimetern habe er eine Fülle von Vorgängen und Details untergebracht. Hier habe sich sein „episches Talent“ entfaltet. Hölscher sah in dieser Ausführungsart eine entfernte Verwandtschaft zu den ähnlich sorgfältigen und gemütvollen Schöpfungen Ludwig Richters.

(Quelle: Wikipedia.de)

 

 

MUSEEN  UND SAMMLUNGEN

  • Münster, Stadtmuseum
  • Klingspor Museum, Offenbach a.M.

 

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