Carl Müller-Tenckhoff (1873-1936)


Carl Müller-Tenckhoff (1873-1936)


Verkauft

 

 

TITEL  Kleine Landschaft

TECHNIK  Öl / Karton

SIGNATUR  Signiert 'Müller-Tenckhoff' unten rechts

ENTSTEHUNGSJAHR  o.J.

GRÖSSE (H x B)  15,5 x 23,5 cm

RAHMEN  Holzrahmen

ZUSTAND  Sehr schöner, farbfrischer Zustand

PROVENIENZ  Privatbesitz Westfalen

 

KUNSTWERK

"Kleine Landschaft", um 1922, Öl / Karton, 15,5 x 23,5 cm, signiert "Müller-Tenckhoff", WVZ Wessing 116 mit Abbildung, verso unleserlich beschriftet.

Ein typisches, spätimpressionistisches Gemälde von Carl Müller-Tenckhoff aus der Zeit um 1922. In klaren pastosen Strichen hat der Künstler den Himmel, die Bäume und den sandigen Boden festgehalten. Man erkennt die Sicherheit, mit der er die Farben und Akzente gesetzt hat, um den Augenblick abzubilden.  

 

KÜNSTLER

Carl Müller-Tenckhoff (* 23. Juli 1873 in Münster; † 7. März 1936 in Mainz) war ein impressionistischer Maler und Bühnenbildner. Er malte vor allem Landschaftsbilder seiner westfälischen Heimat und Stadtveduten von Mainz, aber auch Taunuslandschaften und Rheinlandschaften.

Carl Müller wurde als Sohn des Bierbrauers Carl Müller (1839–1912) und der Franziska (1842–1884) aus der Brauereifamilie Tenckhoff in Münster geboren. Nach dem Schulabschluss erlernte er das Handwerk des Dekorationsmalers. Danach studierte er Kunst in Düsseldorf und machte sich danach in Münster selbständig. Sein Atelier hatte er auf dem Alten Steinweg, sein Lehrling war unter anderen der Kunstmaler Wilhelm Palmes. Später zog er nach Mainz, wo er in der Münsterstraße 1 wohnte. Dort heiratete er Agnes Braun. Sie bekamen drei Kinder. Nachdem er einige Bekanntheit erlangt hatte, entschloss er sich, dem Namen Müller den Geburtsnamen seiner Mutter hinzuzufügen und signierte fortan mit Müller-Tenckhoff. In Münster war er Mitglied der freien Künstlervereinigung und der Bruderschaft der Schlaraffen. Dort wurde er „Ritter Rubens der ideale Westfale“. Auch in Mainz schloss er sich einer Künstlervereinigung an und wurde deren erster Vorsitzender. Ab 1905 wurde er Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Mainz und arbeitete als Bühnenbildner an den Theatern in Darmstadt, Mannheim und Mainz. Carl Müller-Tenckhoff starb am 7. März 1936 in Mainz. An seinem Geburtshaus in Münster (Kreuzstraße) ist eine Erinnerungstafel angebracht.

Werke von Carl Müller-Tenckhoff befinden sich im Landesmuseum Mainz, im Landesmuseum Münster und im Museum Abtei Liesborn. Während einer Ausstellung im Glaspalast in München sind am 6. Juni 1931 bei einem großen Brand viele seiner Gemälde verbrannt.

 

LITERATUR

  • Mainz, Gemälde einer schönen Stadt, Mainzer Stadtansichten gestern und heute, 1850 - 1950, ISBN 978-3-8053-4084-7, von Zabern-Verlag, Mainz, 2009 (Fundstelle Bayerische Staatsbibliothek)
  • Carl Müller-Tenckhoff, Leben und Werk eines westfälischen Impressionisten, von Lieselotte Folkerts, herausgegeben und verlegt von Franz Waldmann, Senden, 2011, ISBN 978-3-926577-78-8

 

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