Franz Hecker (1870-1944)


Franz Hecker (1870-1944)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Kirche von Holte im Schnee

TECHNIK  Öl / Leinwand

SIGNATUR  "Franz Hecker" rechts unten

ENTSTEHUNGSJAHR  o.J.

GRÖSSE (H x B)  61 x 83 cm

RAHMEN  Hochwertiger, goldener Rahmen

ZUSTAND  Sehr gut erhalten. Feines Craquelé

PROVENIENZ  Privatsammlung Niedersachsen; vom Vorbesitzer im Kunsthandel erworben

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden.

 

KUNSTWERK

"Kirche von Holte im Schnee", Öl / Leinwand, o.J., 61 x 83 cm, signiert "Franz Hecker", nicht im WVZ.

Die Kirche von Holte bei Bissdorf war einer der Lieblingsorte Heckers. Der schönste Blick auf Holte findet sich am Fußweg zum Friedhof unterhalb der sog. Luthereiche; von hier aus hat der  Franz Hecker sein berühmtes Bild „Verschneite Kirche an einem sonnigen Wintertag“ (WVZ 1907.10) um 1907 gemalt. Der Friedhof oben auf dem Berg mit seinen alten Mauern und Bäumen lädt zum Verweilen und ein. Dann schimmert durch den Wald der Turm der Holter Kirche und die alte Glocke schlägt die volle Stunde. Hecker hat die Kirche von Holte auch in verschiedenen Grafiken festgehalten, u.a. "Weihnachtsmorgen" (WVZ D40) 1912. 

 

KÜNSTLER

Franz Hecker (* 15. November 1870 in Bersenbrück; † 21. November 1944 in Osnabrück) war ein deutscher Maler und Graphiker.

Franz Hecker wurde als Sohn des hannoverschen Amtsvogts Franz Hecker und der Maria Mues aus Hastrup geboren. Nach dem Tode des Vaters zog die Familie nach Osnabrück. Dort besuchte er das Gymnasium Carolinum, verließ die Schule aber vor dem Abitur. Anschließend begann er auf Wunsch seiner Mutter eine Banklehre, die er aber nach zwei Jahren abbrach. Seine weitere Ausbildung erhielt er von 1890 bis 1893 an der Kunstakademie Düsseldorf, an der er unter anderem Fritz Overbeck, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler kennenlernte und seither oft die Künstlerkolonie Worpswede besuchte. Außerdem war er 1893 für einen Studienaufenthalt in München (Privatatelier Nauen) und 1895 an der Académie Julian in Paris unter Bouguereau.

Diverse Studienreisen führten ihn nach Holland und Italien (Rom, Florenz, Capri). Im Jahr 1900 kehrte er nach Osnabrück zurück. Von 1902 bis 1912 lebte er auf Gut Sandfort; 1912 bezog er eine eigene Villa am Schölerberg.

Viele seiner Werke waren landschaftlichen Motiven und Persönlichkeiten aus Bersenbrück gewidmet und sind vom Impressionismus inspiriert. Insgesamt schuf Franz Hecker mehr als tausend Werke in unterschiedlichen Techniken. Auch die Wandgemälde in den Sitzungssälen des Bersenbrücker Rathauses von 1913 stammen von ihm.

Hecker war Hobby-Musiker, der mit Freunden ein Streichquartett bildete. Dem Hecker-Quartett gehörten Bernard Wieman, Rudolf Gosling und der spätere Geheimrat Schneider an.

Am 9. Januar 1944 wurde Hecker die Justus-Möser-Medaille der Stadt Osnabrück verliehen. Franz Hecker kam im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff auf Osnabrück ums Leben, als eine Bombe in den Eingang des in seinem Wohnhaus Schölerberg unweit des Zoos befindlichen Bunkers rollte und explodierte. An dieses Ereignis erinnert eine Gedenktafel am Ort des Unglücks. Am 13. Dezember 1944 hielt der Schriftsteller Ludwig Bäte bei der öffentlichen Gedächtnisfeier im Haus von Agnes Schoeller eine Rede auf den Verstorbenen. Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof in der Osnabrücker Neustadt.

Die 1909 gegründete Franz-Hecker-Schule sowie die Heckerstraße in Osnabrück wurden nach ihm benannt. Die Kreissparkasse Bersenbrück lobt seit 2004 in zweijährlichem Rhythmus ein „Franz-Hecker-Stipendium“ aus, das junge Künstler fördern soll.

Die denkmalgeschützte Villa Hecker ist seit 2013 Sitz der Bohnenkamp-Stiftung, die das Andenken des Künstlers fördert. Seit 2016 fördert die Egerland-Stiftung das Projekt „Heimat und Fremde – auf den Spuren von Franz Hecker“, das sich besonders an junge Teilnehmer mit Migrationshintergrund wendet.

 (Quelle: Wikipedia.de)

 

AUSSTELLUNGEN

  • 1903 (17.5.–15.6.) Artländer Bauernbilder und Pastelle, Dürerbundausstellung Museum Osnabrück
  • 1909 (15.11.–1.11.) Radierungen, Dürerbundausstellung Osnabrück
  • 1909 Landesmuseum Münster
  • 1909 München – Teilnahme an der Jahresausstellung im Glaspalast mit einer Radierung ("Quartett")
  • 1911 München – Teilnahme an der Jahresausstellung im Glaspalast mit zwei Radierungen ("Feierabend" u. "Spaziergang")
  • 1914 München – Teilnahme an der Jahresausstellung im Glaspalast mit der Radierung "Spaziergang"
  • 1916 Altarbild, Dürerbundausstellung Osnabrück
  • 1927 Nordhorn (Gemälde und Radierungen)
  • 1933 Dürerbund Jubiläumsausstellung zum 30jährigen Jubiläum in Osnabrück
  • 1933 Bielefeld
  • 1940 Schloss Osnabrück – Ausstellung zum 70. Geburtstag
  • 1940 Museum Bielefeld – Ausstellung zum 70. Geburtstag
  • 1959 Hecker und seine Zeitgenossen, Städtisches Museum
  • 1971 Ölskizzen Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück
  • 1982 Grafik, Gemälde, Skizzen – Bohmte, Bad Iburg, Bad Laer, Quakenbrück, Fürstenau, Bersenbrück
  • 1995 (Radierungen und Ölskizzen) im Museum Villa Stahmer, Georgsmarienhütte
  • 2003 (11.2. – 4.5.) Franz Hecker – das druckgrafische Werk, Tuchmachermuseum Bramsche
  • 2003 Bersenbrück – Gemälde und Kohlezeichnungen
  • 2003/2004 Bremen-Vegesack, Stiftung Fritz und Hermine Overbeck
  • 2006/2007 Meisterwerke aus der Sammlung Rehme, Kreismuseum Bersenbrück
  • 2013 „Goodbye Paradise. Franz Hecker – Natur und Traum“, Osnabrück

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