Wilhelm Dietrich Schabbon (1890-1962)


Wilhelm Dietrich Schabbon (1890-1962)


Preis auf Anfrage

 

 

TITEL  Kurvige Landstraße

TECHNIK  Öl / Leinwand

SIGNATUR  Signiert 'Schabbon' unten links

ENTSTEHUNGSJAHR  o.J.

GRÖSSE (H x B)  60 x 80 cm

RAHMEN  Dunkler Holzrahmen

ZUSTAND  Sehr schöner, farbfrischer Zustand

PROVENIENZ  Privatbesitz NRW; durch Erbgang an den letzten Besitzer; Künstlernachlass

PRÄSENTATION  Das Kunstwerk kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Kurvige Landstraße", o.J., Öl / Leinwand, 60 x 80 cm, signiert "Schabbon". 

In einem schwungvollen, pastosen Duktus hat Wilhelm Schabbon eine kurvige Landstraße mit drei Häusern abgebildet. Das ganze Bild scheint in Bewegung zu sein. Der wolkige Himmel, die Büsche und Bäume und die Grünfläche erzeugen eine dynamische Momentaufnahme. Interessanterweise wurde der große Baum im Gegensatz zum Rest des Bildes nicht gefirnisst und erscheint daher matt in der Mitte des Bildes zu stehen.

Werke Wilhelm Schabbons können zurzeit in der Ausstellung "Hermann Stenner und seine Zeit" im Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld besichtigt werden. 

 

KÜNSTLER

Wilhelm Dietrich Schabbon (* 1.3.1890 in Bielefeld; † 25.8.1962 in Bielefeld) war ein expressionistischer Maler. Er malte vor allem Landschaftsbilder seiner westfälischen Heimat.

Wilhelm Schabbon besuchte 1904 bis 1911 die Abendschule in der Kunstgewerbeschule Bielefeld bei Ludwig Godewols. In den Jahren 1911 bis 1913 leistete er seinen Militärdienst ab. Im Jahr 1914 wurde er Volontär des Goldschmieds Otto Hahn. Im selben Jahr wurde Schabbon im 1. Weltkrieg schwer verwundet und hatte 1915-16 verschiedene Krankenhausaufenthalte.

Von 1916 bis 1918 war Wilhelm Schabbon dann in der Werkstatt des Goldschmieds Rudolf Feldmann tätig. 1920/21 wurde Schabbon von Walter Gropius als Werkstattmeister an das Bauhaus in Weimar berufen. Er leitete dort die Metallwerkstatt. 1922 kehrte er als freischaffender Künstler und Goldschmied nach Bielefeld zurück. Zwischen 1920 und 1930 näherte sich Schabbon nach einer expressionistischen Phase dem Naturalismus an. Die Zeit des Nationalsozialismus erlebt Schabbon zurückgezogen, in einer Art innerer Emigration. 1944 wurde ein Großteil des Lebenswerks Wilhelm Schabbons durch Bomben zerstört. Sein Werk umfasst Porträts und Stillleben ebenso wie zahlreiche Landschaftsdarstellungen. 

 

LITERATUR

  • Sammlung Bunte. Positionen der Klassischen Moderne. Kunstmuseum Ahlen. S. 150-155
  • Der Westfälische Expressionismus. Hirmer Verlag. S. 58
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