Moritz Steinla (1791-1858)


Moritz Steinla (1791-1858)

299,00
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TITEL  Catharina von Bora

TECHNIK  Kupferstich

SIGNATUR  In der Platte signiert "M Steinla"

ENTSTEHUNGSJAHR  Um 1820

GRÖSSE (H x B)  16,9 x 13,2 cm

AUFLAGE  Unbekannt

RAHMEN  Silberner Wechselrahmen aus Holz mit säurefreiem Passepartout

ZUSTAND  Schöner Zustand; leicht fleckig

PROVENIENZ  Privatbesitz Niedersachsen

PRÄSENTATION  Das Kunstwerk kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Catharina von Bora", um 1820, Kupferstich, 16,9 x 13,2 cm, in der Platte signiert "M Steinla", bezeichnet "Catharina v. Bora.".

Katharina von Bora war eine sächsische Adelige, Zisterzienserin und die Ehefrau Martin Luthers. Moritz Steinla hat in dem Kupferstich die junge Katharina mit offenen Haaren nach einem Gemälde von Hans Holbein abgebildet.

Weitere Exemplare des Stiches befinden sich in den folgenden Sammlungen:

  • Sammlung Archiv für Kunst und Geschichte, Berlin
  • Museum im Melanchthonhaus Bretten

 

KÜNSTLER

Moritz Steinla (eigentlich Franz Anton Erich Moritz Müller; * 21. August 1791 in Steinlah, Haverlah bei Hildesheim; † 21. September 1858 in Dresden) war ein deutscher Kupferstecher.

Nachdem Steinlas Vater früh gestorben war, ging die Mutter mit ihren beiden Söhnen nach Weimar. Hier arbeitete ihr Bruder Justus Erich Walbaum, ein Stempelschneider, in enger und erfolgreicher Geschäftsbeziehung mit dem Verleger Friedrich Justin Bertuch. Ein erster Auftrag, noch aus der Goslaer Zeit Walbaums, betraf das Journal des Luxus und der Moden, das Bertuch gemeinsam mit Carl August Böttiger herausgab. Bertuch holte Walbaum daraufhin nach Weimar und jener vermittelte Moritz, der zuvor bei ihm in Goslar Kupferstecherei erlernt hatte, eine erste Anstellung bei Bertuch. Moritz Müller lernte hier auch Johann Wolfgang von Goethe kennen, auf dessen Fürsprache er im Journal des Luxus und der Moden einen Artikel von Johann Heinrich Meyer zu Lucas Cranachs Altargemälde in Weimar illustrieren durfte. 1810 kam Steinla erstmals nach Dresden. Er hatte dies Bertuch zu verdanken, der ihn an Carl August Böttiger empfahl. Steinla zeichnete im Antikenmuseum bei Johann Friedrich Matthäi Köpfe und Hände und lernte Gerhard von Kügelgen und Johann David Schubert kennen. An der Dresdner Kunstakademie studierte er bei Johann Adolph Darnstedt. 1816 verließ Steinla Weimar endgültig. Er setzte später sein Studium in Mailand unter Giuseppe Longhi und in Florenz unter Raffaello Morghen fort. Den Namen änderte er, um Verwechslungen mit anderen Kupferstechern und Malern namens Müller in Dresden zu vermeiden.

Nach seiner Rückkehr aus Italien ließ Steinla sich in Dresden nieder, wo er 1837 zum Professor der Kupferstecherkunst an der Kunstakademie berufen wurde und gleichzeitig dem akademischen Rat angehörte. Zu seinen Schülern gehörten August Semmler, Karl Eduard Büchel und Karl Hermann Theodor Langer. Für einen Stich mit der Madonna des Bürgermeisters Meyer nach Holbein wurde Steinla von der Pariser Akademie mit der großen goldenen Preismedaille ausgezeichnet. Er war ordentliches Mitglied der Dresdner und ab 1853 der Berliner Akademie. Zudem gehörte er dem Sächsischen Altertumsverein und der Montagsgesellschaft an. Steinla wohnte Waisenhausstraße 26. Steinlas reichhaltige Sammlungen von Gemälden, Kupferstichen, Münzen und Versteinerungen kamen großenteils in den Besitz der königlichen Sammlungen zu Dresden. Ein Ölgemälde mit einem Selbstbildnis schenkte er der Gemäldegalerie.

Steinlas Kupferstiche befinden sich in mehreren Bänden des biografischen Sammelwerkes Deutscher Ehren-Tempel. In Florenz vollendete er 1829 einen Stich nach Tizians Zinsgroschen. Seine bekanntesten Werke in der Folgezeit waren 1830 die Pietà nach Fra Bartolommeo, 1836 der Kindermord nach Raffael, 1838 die Madonna della Misericordia nach Fra Bartolommeo und 1841 die Madonna des Bürgermeisters Meyer nach Holbein. Seine letzten Hauptwerke waren die Stiche nach der Sixtinischen Madonna (1848) und der Madonna mit dem Fisch von Raffael. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig bewahrt unter anderem einen Stich mit Friedrich Schiller auf. Ebenfalls von Steinla stammen Stiche mit Friedrich August dem Gerechten nach Carl Christian Vogel von Vogelstein, Friedrich dem Weisen nach Lucas Cranach, Johann Joachim Winckelmann sowie Friedrich Ludwig Kreyssig und Bernhard August von Lindenau nach Joseph Grassi.

Quelle: Stadtwiki Dresden

 

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