Rudolf Feldmann (1878-1958)


Rudolf Feldmann (1878-1958)


Verkauft

 


TITEL Art Deco Buckelschale

TECHNIK  900er Silber

STEMPEL  "FELDMANN BIELEFELD 900 HANDARBEIT"

ENTSTEHUNGSJAHR  o.J.

GRÖSSE (B x H)  38 x 7 cm

GEWICHT  880 g

ZUSTAND  Guter Zustand mit Gebrauchsspuren 

PROVENIENZ  Privatbesitz

 

KUNSTWERK

"Art Deco Buckelschale", o.J., 900er Silber, 38 x 7 cm, im Boden Garantiemarke Deutschland (Halbmond und Krone), Feingehaltsmarke "900" und Meistermarke "FELDMANN BIELEFELD", Oberfläche durchgehend mit Hammerschlagdekor.

Die Buckelschale zeigt hohe handwerkliche Fertigkeiten in Silber und Art Deco in seiner elegantesten Ausformung. Der Bielefelder Gold- und Silberschmied Rudolf Feldmann schuf dieses Kunstwerk von zeitloser Schönheit. Eine große Schale aus der Hand eines begabten und vielseitigen Künstlers, der seit 1925 dem Deutschen Werkbund angehörte.

 

KÜNSTLER

Rudolf Feldmann, (* 8. Mai 1878 in Essen; † 10. September 1958 in Bielefeld) war ein deutscher Silber- und Goldschmied und Mitglied im Deutschen Werkbund.

Von 1895-1898 lernte Rudolf Feldmann das Handwerk des Gold- und Silberschmieds in Essen und Ravensburg. 1907 übernimmt er in Bielefeld ein Juweliergeschäft.

Im Jahr 1912 lernt Feldmann den Expressionisten Peter August Böckstiegel kennen. Mehr als 30 Jahre verband die beiden eine enge Freundschaft. Etwa 150 Briefe Böckstiegels an Feldmann sind erhalten. Böckstiegel bestellte bei Feldmann Schmuck für seine Frau und silbernes Tafelgerät, daneben Geschenke für Verwandte und Freunde. Oft bot er im Ausgleich seine eigenen Arbeiten an. Feldmann lernte über Böckstiegel auch dessen Schwager Conrad Felixmüller kennen, der in mehreren Gemälden den Schmuck und die Familie Feldmanns darstellte. 

1919 veröffentlicht Rudolf Feldmann eigene Arbeiten in der Deutschen Goldschmiede-Zeitung. 1923/24 stellt Feldmann in der Kestner-Gesellschaft in Hannover und in der Neuen Kunst Fides in Dresden aus. Vor allem sein expressiver, stark plastischer Schmuckstil erregte Aufsehen. Ab 1925 ist er Mitglied im Deutschen Werkbund. 1930 erfolgt eine gemeinsame Ausstellung im Sächsischen Kunstverein Dresden  zusammen mit P.A. Böckstiegel und Ernst Barlach.

Durch die Verbindung zu Künstlern erwarb Rudolf Feldmann im Laufe der Jahre eine bedeutende Privatsammlung, in der Böckstiegel und Felixmüller eine Sonderstellung einnehmen. Daneben waren bedeutende Künstler wie Barlach, Nolde, Liebermann, Heckel, Niestrath und Sterl vertreten. 

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