Helmuth Macke (1891-1936)


Helmuth Macke (1891-1936)


Preis auf Anfrage

 
 

TITEL  Selbstbildnis

TECHNIK  Aquarell / Papier

SIGNATUR  -

ENTSTEHUNGSJAHR  Um 1919

GRÖSSE (H x B)  28,4 x 20 cm

RAHMEN  Holzrahmen mit säurefreiem Passepartout und UV-Schutzverglasung

ZUSTAND  Gut erhalten; Papier leicht gebräunt

PROVENIENZ  Sammlung Horst Baumann, Koblenz; Privatbesitz; Geschenk Mathilde Mackes, der Schwester des Künstlers, an den Vorbesitzer

PRÄSENTATION  Das Kunstwerk kann ab dem 5. Juni 2020 in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Selbstbildnis", um 1919, Aquarell auf Papier, 28,4 x 20 cm, aus einem Skizzenblock des Künstlers.

Der Kriegseinsatz in Frankreich und Mazedonien, zwei schwere Verwundungen, der Verlust der Freunde August Macke und Franz Marc und eine schwere Malaria zu Ende des Krieges prägten die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit entstanden Aquarelle und Zeichnungen, in denen Aufenthaltsorte und Geschehnisse des Soldatendaseins in Landschaft, Vedute und Porträt festgehalten werden. 

Das Porträt ist in der Nähe zweier weiterer Selbstbildnisse zu sehen, die nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg entstanden (vgl. Dominik Bartmann, Helmuth Macke, Recklinghausen 1980, Abb. 35, 38). Das "Selbstbildnis" stellt Helmuth Macke als einen suchenden und nachdenklichen jungen Mann mit Pfeife dar.

Das Aquarell "Selbstbildnis" wurde 2017/18 in Ausstellungen in Konstanz, Ahlen, Penzberg, Erfurt und Bonn präsentiert. Es ist abgebildet im Ausstellungskataog "Helmuth Macke - Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden, Abb. S. 113, Wienand-Verlag, 2017".

 

KÜNSTLER

Helmuth Macke (* 28. Juli 1891 in Krefeld; † 8. September 1936 in Hemmenhofen) war ein deutscher Maler. Er war ein Vetter des Malers August Macke und bewegte sich künstlerisch zwischen Konstruktivismus und Abstraktion.

Macke studierte in den Jahren 1906 bis 1909 bei dem niederländischen Künstler Jan Thorn-Prikker an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Krefeld, heute Hochschule Niederrhein. Zu seinen Mitschülern gehörten unter anderem Heinrich Campendonk und Walter Giskes, mit denen er sich ab 1908 ein Atelier teilte. 1909 lernte er Franz Marc am Tegernsee kennen. Marc, der ihm nicht nur die Mitglieder der Neuen Künstlervereinigung München vorstellte, überließ ihm 1910 zudem seine Sommerwohnung in Sindelsdorf.

In den Jahren 1910 bis 1911 hatte er Kontakt zum Kreis des Blauen Reiters und lernte 1912 in Berlin über Erich Heckel auch die Mitglieder der Brücke kennen. Beim Ersten Deutschen Herbstsalon 1913 in Berlin wurden von ihm die Bilder Badende und Liebesgarten gezeigt. Ab 1925 hielt er sich bis 1933 in Krefeld und Bonn auf und stand im engen Kontakt zu Heinrich Campendonk und Wilhelm Wieger. Eine Unterbrechung bedeutete ihm 1930 ein „mehrmonatiger Aufenthalt in Ascona“, wo er auf Christian Rohlfs und Marianne von Werefkin traf, mit denen er eng zusammenarbeitete. Im August 1930 widmete er eine tessiner Landschaft der Tochter von Alfred Mayer, einem Mäzen im Umkreis des Blauen Reiters. Im Frühjahr 1931 wurde Helmuth Macke als „erwerbsmäßiger Ausländer“ aus der Schweiz ausgewiesen, weil er einige seiner Aquarelle verkauft hatte. Danach kehrte er nach Krefeld zurück.

In Krefeld schuf er für den Industriellen Karl Gröppel (siehe Westfalia Dinnendahl Gröppel) das Blaue Zimmer, welches erst im Jahre 2012 wiederentdeckt und nach einer Restaurierung in der Krefelder Villa Goecke gezeigt wurde.

Helmuth Macke war Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Im Sommer 1929 nahm er an der DKB-Jahresausstellung im Kölner Staatenhaus teil, wo er ein Mädchenportrait und eine Dünenlandschaft zeigte. Im selben Jahr erhielt Macke den Rom-Preis der Villa Massimo. Während seines Rom-Aufenthaltes verkehrte er mit Karl Schmidt-Rottluff, Georg Schrimpf und Heinrich Ehmsen.

Seit 1933 lebte er in Hemmenhofen am Bodensee, in dem er bei einem Segelausflug am 8. September 1936 ertrank.

(Quelle: Wikipedia.de)

 

LITERATUR

  • Macke, Helmuth. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 33: Theodotos–Urlaub. E. A. Seemann, Leipzig 1939, S. 519.
  • Macke, Helmuth. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 276.
  • Burkhard Leismann: Macke, Helmuth. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. 618 f. (Digitalisat).
  • Helmuth Macke: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen. Ausstellung: Bonn. Städtisches Kunstmuseum. Westfälisches Museumsamt. Burkhard Leismann. Münster, 1984, ISBN 3-923166-07-1.
  • Volker Rattemeyer (Hrsg.): Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus. Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-89258-088-1.
  • Petra Gördüren: Macke, Helmuth. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 86, de Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-023252-3, S. 189.
  • Helmuth Macke - Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden, Wienand-Verlag, 2017

 

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