Ludwig Godewols (1870-1926)


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TITEL  Sparrenburg

TECHNIK  Öl / Leinwand

SIGNATUR  Unten rechts signiert "L. Godewols 23"

ENTSTEHUNGSJAHR  1923

GRÖSSE (H x B)  91 x 120 cm

RAHMEN  Älterer Holzrahmen

ZUSTAND  Altersbedingte Craquelée; kl. Farbabplatzer

PROVENIENZ  Privatbesitz, Bielefeld; Privatbesitz, Duisburg

KUNSTMARKT  Ölgemälde des Künstlers werden auf Auktionen mit Preisen bis zu 9.100€ gehandelt

 

KUNSTWERK  

"Sparrenburg", 1923, Öl auf Leinwand, 91 x 120 cm, signiert und datiert "L. Godewols 23", verso auf dem Keilrahmen bezeichnet "Sparenburg" und mit Kreide "Lucke-Kramer".

Ein wahrer Farbenrausch - das großformatige Gemälde "Sparrenburg" stammt aus der späten, expressiven Phase des Künstlers. „Die Farbe ist über ihn gekommen und er ist mächtig ins Geschirr gegangen“, äußerte sich Richard Woernle, der Direktor der Schule über den Künstler Ludwig Godewols.

"Anfänglich einer traditionell, akademisch geprägten, dunkeltonigen Malweise verpflichtet, findet Ludwig Godewols erst zu Beginn der 1920er-Jahre in seinen Bildern der ravensbergischen Landschaft zu stärkerer Farbigkeit und zu einem durchaus eigenen Audruck, der die kräftige, noch expressionistische Farbgebung bereits mit einer eher neusachlichen Geschlossenheit der Formen verbindet. 1923 wird ihm die einzige Ausstellung zu Lebzeiten im Städtischen Kunsthaus in Bielefeld gewidmet ...während er bereits zwei Jahre zuvor zu einer Ausstellungsteilnahme in New York eingeladen wird, die ihm auch in der Heimat eine positive Presseresonanz einbringt; drei seiner Bilder werden von einer New Yorker Galerie erworben." (aus: Der Westfälische Expressionismus, 2010, Hrsg. Hülsewig-Johnen/Kellein, S. 44ff.)

Die Kunstzeitung Cicerone schrieb 1921 über eine Ausstellung in der Galerie Société Anonyme in New York: "Eine weitere Ausstellung der Gesellschaft ... enthielt Werke von Angehörigen verschiedener Nationen, darunter auch wieder einige aus dem "Sturm"-Kreise. Unter den Deutschen ragte L. Godewols aus Bielefeld hervor".

Die Sparrenburg wurde als Wahrzeichen von Bielefeld sehr gerne von den Künstlern abgebildet. So existieren Kunstwerke gleichen namens von mehreren Schülern von Ludwig Godewols, u.a. von Ernst Sagewka, Else Lohmann, Paul Kottenkamp und Hermann Stenner"Sparrenburg (1912)" (Privatbesitz, WVZ Hülsewig-Johnen/Reipschläger Nr. 101, Abb. S. 131).

 

KÜNSTLER

Ludwig Godewols (* 1870 in Gnoien; † 1926 Bielefeld) war ein deutscher Maler und Professor in Bielefeld.

Godewols arbeitete nach seiner Lehre als Malergeselle in Bremen und Hannover. Dort studierte er an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule und schloss mit der Lehrbefähigung für das Maler-, Lithographen- und Buchbinderhandwerk ab. 1903 kommt Godewols als Lehrer an die Fachschule der Malerinnung nach Bielefeld. 1907 wechselt er an die neu gegründete Städtische Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Godewols, aufgeschlossen für die Moderne, unterrichtet in seiner Malklasse die ambitionierten Kunstgewerbeschüler. Er trägt maßgeblich dazu bei, dass die Bielefelder Schule zu einem Ort des modernen Kunstschaffens wird. So besucht er mit seinen Schülern 1909 das Folkwang-Museum in Hagen und 1912 die Sonderbund-Ausstellung in Köln. Die Leitbilder der Moderne hinterlassen bei seinen Schülern einen tiefen Eindruck. Die berühmtesten seiner Schüler waren P.A. Böckstiegel, Hermann Stenner, Heinz Lewerenz, Hermann Freudenau, Victor Tuxhorn, Else Lohmann, u.v.m. Streng, aber auch fördernd, unterstützte er seine Schüler mitunter auch materiell. 

Anfänglich einer traditionell akademisch geprägten, dunkeltonigen Malweise verpflichtet, findet Godewols zu Beginn der 1920er Jahre in seinen Bildern zu stärkerer Farbigkeit. Seine Aufgeschlossenheit für die Kunst der Moderne findet mit diesen Bildern einen sichtbaren Niederschlag in seinem Schaffen. 1923 wird ihm eine Ausstellung im Städtischen Kunsthaus in Bielefeld gewidmet. 1926 stirbt Godewols mit nur 56 Jahren. Er bleibt vor allem als Lehrer in Erinnerung. 1953 würdigt in das Museum nochmals mit einer Ausstellung gemeinsam mit seinen Schülern. 

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