Franz Kortejohann (1864-1936)


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TITEL  Blick von der Villa d'Este auf Tivoli

TECHNIK  Öl / Leinwand

SIGNATUR  Unten links signiert "F Kortejohann 1912"

ENTSTEHUNGSJAHR  1912

GRÖSSE (H x B)  94 x 71 cm

RAHMEN  Holzrahmen

ZUSTAND  Guter altersgemäßer Zustand

PROVENIENZ  Privatbesitz NRW

 

KUNSTWERK  

"Blick von der Villa d'Este auf Tivoli", Öl / Leinwand, 94 x 71 cm, 1912, signiert und datiert "F Kortejohann 1912", verso handschriftlich "Villa d'Este". Das Gemälde wird in das geplante Werkverzeichnis aufgenommen.

Die Villa d’Este ist ein Palast aus dem 16. Jahrhundert mit einem der berühmtesten Renaissancegärten. Sie liegt in Tivoli in der Region Latium nahe Rom. Die Gärten, ein Meisterwerk der Gartenkunst, erstrecken sich von der Villa aus einen Hang hinunter. Sie umfassen mehr als 500 Brunnen, Nymphäen, Wasserspiele, Grotten und Wasserbecken sowie eine Wasserorgel. 

Das Gemälde "Blick von der Villa d'Este auf Tivoli" aus dem Jahr 1912 ist ein ganz besonderes Werk Kortejohanns, da es sich um eines der wenigen Gemälde mit einer Personendarstellung handelt und vom Künstler datiert wurde. Es gibt, soweit bekannt, kaum datierte Werke von Kortejohann. Somit könnte dieses Gemälde eine mögliche Basis für weiterführende Untersuchungen und Datierungen anderer Werke des Künstlers sein. Vielleicht handelt es sich bei dem Mann mit Stock, Anzug und Hut um eine Selbstdarstellung des Künstlers auf einer seiner Italienreisen.

"Ganz grundsätzlich gehört Franz Kortejohann dem deutschen Impressionismus an, wie er etwa im Umfeld der Münchner Künstlergruppe „Die Scholle“ gepflegt wurde. Doch hatte dieser etwas zurückgenommene Impressionismus sich auch in anderen Kunstzentren des deutschen Reiches wie etwa in Berlin und Dresden Bahn gebrochen. ...Kortejohann war vor allem ein Landschaftsmaler, gelegentlich entstanden auch Interieurs und Portraits. Den größten Block innerhalb seines Werkes macht die Heidemalerei aus. Ebenfalls in großer Zahl malte Kortejohann Waldbilder. ... In dem Gemälde „Morgensonne im Buchenwald“ ([WVZ] Wa 100) zum Beispiel kann man durchaus davon sprechen, dass Kortejohann die Lichtflecken Liebermanns übernommen hat. Doch muss dieser Einfluss gar nicht so direkt erfolgt sein. Liebermanns Malerei hatte längst auch andere Künstler zu neuen Wegen inspiriert." (Quelle: Karsten Hinrichs, M.A. auf www.kortejohann.de)

Es existieren weitere Gemälde mit den Titeln "Springbrunnen Villa d'Este" (WVZ 94), "Villa d'Este Wasserbecken" (WVZ 95) und "Treppe im Garten der Villa d'Este" (WVZ 143).

 

KÜNSTLER

Franz Kortejohann (* 26. April 1864 in Strang; † 30. Juli 1936 in Osnabrück) war ein deutscher, impressionistischer Maler aus dem Osnabrücker Land.

Von 1889 bis 1891 besuchte Kortejohann die Kunstgewerbeschule in Berlin. Im Jahre 1901 besuchte er die Kunstakademie München, wo Otto Seitz und M. Weicholdt seine Lehrer waren.

Bildungsreisen führten Franz Kortejohann 1905 nach Italien, wo er viele lichtdurchflutete Landschafts- und Architekturbilder malte. Schon im Jahr 1899 hatte der Künstler eine Ausstellung mit 70 Arbeiten: Gemälde, Skizzen und Studien mit landschaftlichen und architektonischen Motiven aus Tirol, Bayern, dem Schwarzwald und Harz, von der Insel Rügen und natürlich aus der engeren und weiteren Heimat, so des Hümmlings.

1902 zeigte Kortejohann Bilder, die für die Große Berliner Kunstausstellung bestimmt waren und dort gut beurteilt wurden. Von dem Bild „Einsame Heide" vertrieb der Kunstverlag Bruckmann, München, einen guten Druck. 1906 und 1916 war Kortejohann im Münchener Glaspalast vertreten, 1909 hatte er eine Sonderausstellung in Aachen.

Die Zeitschrift „Für alle Welt" brachte 1906 eine doppelseitige farbige Reproduktion vom Gemälde „Einsame Heide", das Urteil darüber lautete: „Das Bild ist eines der besten und reifsten des Künstlers." Seine umfangreiche Ausstellung 1909 brachte die gleichen Motive wie Franz Heckers Bilder: Heide, Bauerndörfer, Interieurs, Porträts, Wälder. Diese Ausstellung lief durch mehrere Städte Deutschlands. Von einigen Bildern erschienen Drucke bei Bruckmann und Hanfstengel.

Bis zum Jahre 1930 war Kortejohann in vielen Ausstellungen zu sehen, mehrmals in Osnabrück und auch in Münster, ferner in Hameln; bedeutend war jene in der Kunsthalle Bremen und im Kölner Kunstverein.

Kortejohann entwickelte einen offenen und breit geführten Pinselstrich, bei oft überraschenden Lichtbehandlungen. Ganz grundsätzlich gehört Franz Kortejohann dem deutschen Impressionismus an, wie er etwa im Umfeld der Münchner Künstlergruppe „Die Scholle“ gepflegt wurde.

Franz Kortejohann starb am 4.8.1936 im Alter von 72 Jahren.

 

AUSSTELLUNGEN

  • 1899: Osnabrück, Städtisches Museum, Einzelausstellung
  • 1902: Osnabrück, Galerie Wendt, Einzelausstellung
  • 1902: Berlin, „Große Berliner Kunstausstellung 1902“ vom 3.Mai – 28.September im Landesausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof
  • 1902: Hannover: Niedersächsische Kunstausstellung Hannover im Rahmen der ersten Niedersachsentage
  • 1903: München, Glaspalast
  • 1904: Jena, Jenaer Kunstverein
  • 1905: Osnabrück, Galerie Rackhorst
  • 1905: Leipzig
  • 1905: Braunschweig
  • 1906: Hamburg, Kunstverein Hamburg
  • 1906: München, Salon im Glaspalast
  • 1906: Halle, bei Tausch und Grosse
  • 1907: Bremen,Leuwer'scher Kunstsalon
  • 1908: Hannover
  • 1909: Osnabrück, Städtisches Museum (Ausstellung d. Dürerbundes)
  • 1909: Aachen, Suermondtmuseum
  • 1912: Hannover
  • 1913: Osnabrück (Ausstellung des Dürerbundes)
  • 1913: Bremen, Bremische Kunstausstellung
  • 1916: München, Salon im Glaspalast
  • 1919: Osnabrück (Ausstellung des Dürerbundes)
  • 1927: Hamburg, Kunstverein Hamburg
  • 1929: Osnabrück
  • 1929-30: Osnabrück, Münster, Hameln
  • 1930: Osnabrück
  • 1931: Osnabrück
  • 1932: Osnabrück
  • 1936: Osnabrück, Gedächtnisausstellung Dürerbund, Museum Osnabrück
  • 1955: Osnabrück, Fünf Osnabrücker Maler, Museum Osnabrück
  • 1981: Versmold, Galerie Et
  • 2018: Dötlingen, Dötlingen Stiftung
  • 2018: Dissen a.T.W., KuK SOL e.V.

 

LITERATUR

  • Katalog: "Fünf Osnabrücker Maler - Franz Kortejohann, Wilhelm Renfordt, Gustav Redeker, Heinrich Assmann, Felix Nussbaum - Gedächtnisausstellung", Städtisches Museum Osnabrück, 17.07. - 14.08.1955.
  • Kerrutt, Christiane: "Malerei und Grafik im Emsland 1860 - 1960", Emsland - Raum im Nordwesten; Bd.17, 1.Aufl., Sögel, 2001.
  • Rabe, Hans-Gerd: "Franz Kortejohann" in: Osnabrücker Kunst und Künstler - 1900 bis 1970 Beginn und Entfaltung um 1900/1920.
  • Scholz, Siegfried Alexander: "Der Maler vom Heidland" in: "Erinnerungen an das alte Dissen", Bunte Reihe - Aus der Heimat für die Heimat, November 1980, S. 256-259.

 

 

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