Richard Seewald (1889-1976)


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TITEL Der Schäfer und die Sirene

TECHNIK  Aquarellierter Holzschnitt auf Bütten

SIGNATUR  Unten rechts "Seewald"

ENTSTEHUNGSJAHR  1919

GRÖSSE  (H x B)  20,7 x 16 cm (38,3 x 26,1)

RAHMEN  Holzrahmen mit säurefreiem Passepartout und UV-Schutzverglasung

ZUSTAND  Gut erhalten

PROVENIENZ  Privatsammlung Baden-Württemberg

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg zurzeit nicht besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Der Schäfer und die Sirene", 1919, Aquarellierter Holzschnitt auf Bütten, 20,7 x 16 cm, signiert "Seewald", verso bezeichnet "Der Schäfer und die Sirene".

Seewald hat in diesem Holzschnitt eine Szene aus der Erzählung »Der Schäfer und die Sirene" von Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) dargestellt. Die lehrreiche Geschichte endet mit den Zeilen:

...​
Wie hurtig schwamm nunmehr die Schöne
Dem Ufer zu! Wie schön sang sie, wie zauberisch!
Er reicht ihr seine Hand. »Komm', göttliche Sirene!« –
Doch welch Entsetzen! Seine Schöne,
Sein Liebling, war halb Mensch, halb Fisch.
Mit Zittern floh Damöt vom Meere
Und gab nachher der Flur sehr oft die Lehre,
Daß unser liebster Wunsch oft große Torheit wäre.

 

KÜNSTLER

Richard Seewald (* 4. Mai 1889 in Arnswalde; † 29. Oktober 1976 in München) war ein deutscher Maler und Schriftsteller.

Richard Josef Michael Seewald kam am 4. Mai 1889 in Arnswalde zur Welt. Er besuchte das Realgymnasium in Stralsund und begann im Jahr 1909, auf Wunsch seines Vaters, in München Architektur zu studieren, wandte sich jedoch bald als Autodidakt der Malerei zu. Nachdem einige noch im Gymnasium entstandene Zeichnungen bei der Wochenzeitschrift „Die Jugend“ angenommen worden waren, begann Seewald auch für die Münchner „Meggendorfer Blätter“ und die Berliner „Lustigen Blätter“ Karikaturen zu zeichnen und verdiente sich dadurch seinen Lebensunterhalt. Er reiste 1911 nach London um kurzentschlossen seine Verlobte Uli zu heiraten.

Die Moderne Galerie Heinrich Thannhauser, die regelmäßig Werke junger Münchner Künstler vorstellte, zeigte erstmals eine Auswahl grafischer Blätter Richard Seewalds. Angeregt durch die malerischen Effekte einer Kaltnadelradierung, entstand 1913 auf der Insel Rab sein erstes Ölgemälde. Im November des Jahres gründete sich die Neue Sezession, zu deren Mitgliedern bald auch Richard Seewald gehören sollte, kurz danach trat der Künstler auch dem Deutschen Künstlerbund bei. Seewald illustrierte die Gedichtsammlung „Schnupftabaksdose“ von Hans Bötticher (Pseudonym: Ringelnatz) und wurde zum begehrten Illustrator, so etwa für Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ und die „Penthesilea“ von Heinrich von Kleist. Für sein eigenes erstes Buch „Tiere und Landschaften“ schuf er ebenfalls die Illustrationen. Bei dem Münchener Kunsthändler Hans Goltz fand 1919 eine wichtige Einzelausstellung statt. Seewald reiste immer wieder in den Mittelmeerraum und illustrierte weiterhin seine eigenen sowie die Bücher anderer Autoren. In dieser Zeit veränderte sich sein zeichnerischer Stil zugunsten einer tonigen Malerei.

Erst fünfunddreißigjährig wurde Richard Seewald während eines Aufenthaltes in Positano 1924 als Professor an die Kölner Werkschulen berufen. 1929 konvertierte er zum katholischen Glauben und bearbeitete in Folge auch Aufträge für Wandbilder im sakralen Raum (z. B. malte er ein Chorwandbild in der Dominikus-Böhm-Kirche Stella Maris auf Norderney). 1931 beschloss er unter dem Eindruck des neuen repressiven kulturpolitischen Klimas in Köln endgültig in die Schweiz nach Ronco sopra Ascona zu ziehen, wo er 1939 Ehrenbürger wurde. Er malte und schrieb von nun an gleichermaßen intensiv.

Zum ersten Mal nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur betrat Seewald 1948 wieder deutschen Boden, es dauerte jedoch noch drei Jahre, bis er im Kulturleben der Bundesrepublik Deutschland Fuß fasste. An der ersten Ausstellung des zuvor wiedergegründeten Deutschen Künstlerbundes 1951 in Berlin beteiligte sich Richard Seewald mit vier Gouachen, die toskanische Motive zeigten. 1954 nahm er das Angebot einer Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München an, vier Jahre später legte Seewald das Amt nach Unstimmigkeiten mit dem Präsidium der Akademie nieder. Nach dem Tode seiner Frau verbrannte er rund 150 seiner Bilder sowie hunderte von Skizzen, Entwürfe und Korrespondenz.

Richard Seewald starb am 29. Oktober 1976 in München. Seine Skizzenbücher vermachte er dem Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg. Seinen gesamten übrigen Nachlass überführte er in eine Stiftung namens Fondazione Richard e Uli Seewald Ascona. (Quelle: Wikipedia.de)

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