Josef Funhoff (1881-1961)


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TITEL  Mädchen mit Haarschnecken

TECHNIK  Öl / Leinwand

SIGNATUR  -

ENTSTEHUNGSJAHR  Um 1909

GRÖSSE  (H x B)  46 x 37,5 cm

RAHMEN  Holzrahmen

ZUSTAND  Gut erhalten; lt. verschmutzt

PROVENIENZ  Künstlernachlass; Familienbesitz

PRÄSENTATION  Das Bild kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Mädchen mit Haarschnecken", um 1909, Öl auf Leinwand, 46 x 37,5 cm, unsigniert, neuer Keilrahmen.

Das Gemälde stammt aus einem alten Sammelordner Josef Funhoffs aus seiner Zeit an der Kunstakademie in Düsseldorf. Daher ist das Kunstwerk wohl auf das Jahr 1909 zu datieren. Der Künstler stellt das Mädchen mit den »Haarschnecken« und der schwarzen Bluse fast schon selbstbewußt dar. Sie schaut den Betrachter mit ihren blauen Augen direkt an. Durch den flächigen Hintergrund wird das Mädchen in den Mittelpunkt der Betrachtung gesetzt. Das Gemälde zeigt die frühen Fähigkeiten Funhoffs als Portraitmaler. 

Das Gemälde stammt aus dem Nachlass den Künstlers und wurde über 100 Jahre in der Familie weiter vererbt.

 

KÜNSTLER

Josef Funhoff (* 30. Dezember 1881 in Seppenrade; † 4. November 1961 ebenda) war ein deutscher Landschafts- und Kirchenmaler.

Nach dem Beginn seiner Lehre als Maler zieht Josef Funhoff zuerst nach Hamburg, um Künstler zu werden. Im Jahr 1903 geht er nach München und arbeitet als Malergehilfe bei dem Hofdekorationsmaler August Schultze. Von 1906 bis 1908 hält sich Funhoff in der Schweiz (Wil bei St. Gallen) auf und arbeitet dort in dem »Atelier für kirchliche Kunst« von Carl Glauner.

Ab 1908 besucht Josef Funhoff die Königlich-Preußische Kunstakademie in Düsseldorf. Von 1910 bis 1915 studiert er in München an der Königlich Bayerischen Akademie der bildenden Künste u.a. bei Angelo Jank und Prof. Carl von Marr. 1912 darf Funhoff wegen sehr guter Leistungen an einem Wettbewerb der Stadt München teilnehmen. Prof. von Marr schlägt seinen Studenten im Jahr 1915  »wärmstens für die Verleihung eines Stipendiums« vor. Aus den Düsseldorfer und Münchner Studienjahren existieren verschiedene Skizzen und Gemäldestudien. Der Erste Weltkrieg beendet vorerst die künstlerische Karriere. Nach dem Krieg, in dem vier Brüder Josef Funhoffs sterben, kehrt er nach Westfalen zurück. Als Künstler betätigt er sich nun vorwiegend als Landschaftsmaler und Porträtist. Josef Funhoff gestaltet auch verschiedene Kapellen und Kirchen.

Der Künstler Josef Wedewer (1896-1979) schreibt über seinen Kollegen: »Funhoff absolvierte eine Anstreicherlehre, die ihm allerdings wenig zusagte. Er ging zunächst nach Hamburg, erarbeitete sich im Sommer die Mittel, die er im Winter für seine Studien benötigte. Er studierte in Düsseldorf und München. Lange wirkte er in der Schweiz. In der Landschaftsmalerei leistete er Hervorragendes. Nicht weniger interessierte ihn die Portraitmalerei. Ein großer ehrenvoller Auftrag war seine Beteiligung an der Ausmalung der bayerischen Königsschlösser. ...Funhoff hat sich stets auf sein Auge verlassen. Was er mit ihnen aufmerksam, fast kühl, aufnahm, zeichnet auch seine Werke aus: die Klarheit seiner Portraits, die Unbestechlichkeit seiner Federzeichnungen, der verborgene, herbe Lyrismus seiner Landschaften und die Durchformtheit seiner Kohlearbeiten«.

 

WERKE (AUSWAHL)

  • Seitenanblick einer jungen Frau, Kohlezeichnung, um 1908/09
  • Junger Mann mit weißem Kragen, Kohlezeichnung, um 1908/09
  • Mädchen mit Haarschnecken, Öl auf Leinwand, um 1909
  • Liegender weiblicher Akt, Öl auf Leinwand, um 1909
  • Frau mit blauem Haarband, Öl auf Leinwand, um 1909
  • Weiblicher Akt (Fragment), Öl auf Karton, um 1909
  • Männlicher Rückenakt (aufgestützt), Bleistift/Rötel auf Papier, um 1910
  • Stehender Bauer mit Sense (verso: Stehender weiblicher Akt), Öl auf Leinwand, 1912
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