Josef Wedewer (1896-1979)


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TITEL Münsterstraße

TECHNIK  Öl / Grobe Leinwand

SIGNATUR  Unten rechts "Jos. Wedewer 1948"

ENTSTEHUNGSJAHR  1948

GRÖSSE  (H x B)  50 × 70 cm 

RAHMEN  Holzrahmen

ZUSTAND  Gut erhalten

PROVENIENZ  Privatsammlung Westfalen

KUNSTMARKT  Werke des Künstlers werden auf Auktionen mit Preisen bis zu 10.000€ gehandelt

PRÄSENTATION  Das Gemälde kann in der Galerie in Bad Iburg besichtigt werden

 

KUNSTWERK

"Münsterstraße", 1948, Öl auf grober Leinwand, 50 x 70 cm, signiert und datiert "Jos. Wedewer 1948", verso signiert, datiert und bezeichnet "Jos. Wedewer  1948.  Münsterstraße.", auf dem Keilrahmen handschriftlich "Ba[u]nk" und "Ko[ö]nigs Allee". 

Josef Wedewers Werke bewegen sich stilistisch zwischen den beiden Polen "Neue Sachlichkeit" in den 1920er Jahren und "Abstraktion" in der Nachkriegszeit der 1950er/1960er Jahre. Das Gemälde "Münsterstraße" aus dem Jahr 1948 befindet sich im Übergang der Stile. Die Gebäude und Personen kann der Betrachter noch erfassen. An der rechten Seite ist ein Schild mit der Aufschrift "Café" lesbar. Jedoch scheint sich Wedewer nach der Katastrophe in den Jahren 1933-1945 mit der abstrakten Kunst auseinandergesetzt zu haben. Die einzelnen Farbflächen der Häuserfassaden, die Dächer und die Menschen auf der Straße beginnen in einem Nebel zu verschwimmen. Dunkle Flächen im Vordergrund und schwarze Linien am Himmel unterstützen die beginnende Abstrahierung in Flächen, Formen und bewusst gesetze Farbakzente.

 

KÜNSTLER

Josef Wedewer (* 24. März 1896 in Lüdinghausen; † 28. Dezember 1979 ebenda) war ein Maler und Kunsterzieher.

Von 1916 bis 1918 nahm Wedewer am Ersten Weltkrieg als Kanonier teil, mit Lazarettaufenthalt in Koblenz. Danach studierte er von 1919 bis 1923 an der Kunstakademie Kassel zunächst bei dem Landschaftsmaler Curt Witte und ab 1922 bei Ewald Düllberg. Nach einer kurzen expressiven Phase wurde er ein Vertreter des Stils Neue Sachlichkeit. Er machte Studienreisen unter anderem nach Paris, in die Schweiz und nach Italien. 1924 begann er seine Tätigkeit als Zeichenlehrer am Schlaun-Gymnasium in Münster. 1927 heiratete er Ehefrau Thea. Im selben Jahr wurde er zusammen mit dem Hammer Künstler Theodor Hölscher und Hans Kraft Mitbegründer der Gruppe „Junges Westfalen“ und Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes. Vor 1933 hatte er Ausstellungen unter anderem in der Galerie Alfred Flechtheim, Berlin; Galerie Neumann-Nierendorff, Berlin; Galerie Bruno Cassirer, Berlin. Ab 1933 entstanden vorwiegend dunkeltonige Stimmungslandschaften und Stadtansichten. Ab 1947 malte er erste abstrakte Bilder, die ab den 1960er Jahren zunehmend um Collageelemente erweitert wurden. Im letzten Lebensabschnitt hielt er sich zu Aufenthalten in Ascona auf und beschäftigte sich wieder mit der Landschaftsmalerei.

 

MUSEEN

  • Nationalgalerie Berlin
  • Kunsthalle Bielefeld
  • Dortmund, Museum am Ostwall
  • Düsseldorf, Kunstmuseum am Ehrenhof
  • Hagen, Karl Ernst Osthaus-Museum
  • Kultusministerium NRW
  • Leverkusen, Städtisches Museum Schloss Morsbroich
  • Stadt Lüdinghausen
  • Museum der Stadt Lünen
  • Städtische Kunsthalle Mannheim
  • Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
  • Städtische Kunsthalle Recklinghausen
  • Stadt Soest, Wilhelm-Morgner Haus
  • Märkisches Museum der Stadt Witten

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